Akademie für Alte Musik in Baden-Württemberg e.V.

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Die Akademie für Alte Musik  in Baden-Württemberg  wurde im Sommer 1992 auf Initiative der Stuttgarter Flötistin Ulrike Engelke -  der jetzigen Direktorin der Akademie -  als Dresdner Akademie für Alte Musik in Dresden gegründet. Die Akademie  ist ein gemeinnütziger Verein, der sich bis 2004 die Weiterbildung begabter junger Musiker auf dem Felde der Aufführungspraxis Alter Musik zum Ziel gesetzt hat. Sie hat bislang  Kurse für historische Instrumentalpraxis und Interpretation Alter Musik angeboten, vorrangig für Musiker und Musiklehrer mit abgeschlossener Hochschulausbildung. Angeschlossen war die Orchesterakademie Ganz Europa, ein EU Projekt mit Partnern aus England, Italien und Tschechien. Die Absolventen der Akademie sollten in der Lage sein, diese Musik auch als Solisten oder Ensemblemusiker stilsicher  zu interpretieren und als Lehrende Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis weiterzugeben. Das Ziel war, sich dadurch neue berufliche Möglichkeiten zu erschließen.

Seit  März 2004 hört diese Form der Weiterbildung auf. Stattdessen bietet die Akademie freie Interpretationskurse für die Instrumente Block/Traversflöte, Barockvioline, Gambe/Barockcello und Cembalo sowie Barockoboe, Barockgesang u.a. an. Zweimal im Jahr werden Orchesterakademien mit anschließenden Konzertreisen stattfinden. Berufsbegleitende Kurse wie "die Blockflöte im Unterricht" werden in Görlitz , Kloster Schöntal und Altdorf angeboten. Ebenso Kammermusikkurse für Blockflötisten.

Als Kursleiter für die musikpraktischen und musikwissenschaftlichen Fächer stehen der Akademie international bekannte und anerkannte Spezialisten zur Verfügung. Die Mitglieder des derzeitigen Lehrkörpers kommen aus London, Prag, Stuttgart, Berlin, Dresden und Lodz.  Ferner arbeitet die Akademie eng mit anderen internationalen Ausbildungsstätten für Alte Musik zusammen, wie der Schola Cantorum Basel, der Accademia Jaufré Rudel, Italien, der Tynska Scola-Karls-Universität Prag, der Musikakademie in Lodz, der Universität Wroclaw, der Musikakademie F. Chopin Warschau, der Musikakademie Franz Liszt Budapest und der Royal Academy of Music London.

Dank finanzieller Förderung durch die Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart, die EU- Gemeinschaftsinitiative INTERREG III, durch den Kulturraum Niederschlesische Oberlausitzkreis und private Sponsoren konnte bis 2004  jungen Musikern aus Osteuropa mittels Stipendien die Teilnahme an den Kursen der Akademie ermöglicht werden. Diese Förderungen sind 2004 nicht mehr möglich, doch will sich die Akademie für die Zukunft auch weiterhin um Sponsoren bemühen, die den jungen Musikern aus den Osteuropäischen Ländern eine Teilnahme an Interpretationskursen und Orchesterakademien ermöglichen sollen. Schafft doch die Begegnung von jungen Menschen aus Ost und West und das gemeinsame Musizieren  eine tiefere Beziehung und ein besseres Verständnis auf kultureller, nationaler und musikalischer Ebene.

Bis März 2004 hatte die Akademie ihren Sitz in Görlitz, unmittelbar am Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Polen. Seit  April wird die Arbeit der Akademie in Altdorf bei Stuttgart  in Baden- Württemberg weitergeführt.